Was sich bisher getan hat!

27.7.2006

EINSCHREIBEN

An die

Staatsanwaltschaft Wien

Landesgerichtsstraße 11

1082 Wien

  Wien, am 20.07.2006

k06-0047/2/Z/2

Anzeiger:                               Sonja Koppensteiner

                                                Polgarstr. XXX/Stiege X

1220    Wien

 

  vertreten durch:

Vollmacht erteilt

 

wegen:                                   Tierquälerei

                                                Gefährliche Drohung             

 

  SACHVERHALTSBEKANNTGABE

 

2-fach

1 Beilage (2-fach)

 

  Ich gebe meine Vertretung durch umseits ausgewiesene Rechtsanwältin bekannt.

  Aufgrund mir bekannt gewordener Umstände erstatte ich die folgende

 

SACHVERHALTSBEKANNTGABE:

 

Am  Samstag, den 13. Mai 2006 wurde in bzw. unmittelbar vor der Wohnung der Familie XXX, Wagramer Straße XXX 1220 Wien, eine Katze auf grausame Weise vorsätzlich zu Tode gequält. Der konkrete Sachverhalt hat sich wie folgt ereignet:

  In der Wohnung von Frau XXX  waren anwesend deren Töchter XXXund XXX  sowie deren Freunde (Nachnamen nicht bekannt) XXX (Telefonnummer bekannt mit XXX),XXX, XXX und XXX sowie XXX XXX, wohnhaft in Wien, Wagramer Straße XXX. Nachdem  XXX festgestellt hatte, dass die Katze der Familie XXX namens Jeromy gesundheitliche Probleme hatte - sie erbrach sich - rief XXX ihre Mutter an, die sich in Ungarn aufhielt und fragte, was sie mit Jeromy machen sollten, es ginge ihm nicht gut.

  Frau XXX erteilte ihrer Tochter XXX telefonisch den Rat: „Dreht ihm den Hals um“.

  XXX teilte diese Anweisung der Mutter den anderen Anwesenden mit.

  Von den Anwesenden gingen die männlichen Jugendlichen namens XXX und XXX unverzüglich daran, die Anweisung von Frau XXX in die Tat umzusetzen. Sie versuchten zuerst dem Kater Jeromy in der Badewanne den Hals umzudrehen. Als dies nicht funktionierte, nahmen sie die Katze, trugen sie aus der Wohnung vor die Eingangstüre der Stiege 6. Dort traten sie mit den Füßen auf die am Boden liegende Katze solange ein, bis sie tot war und eine riesengroße Blutlacke mit Haaren und Knochensplittern zurück blieb. Die tote Katze wurde anschließend auf den Balkon gelegt.

  Nachdem die Polizei von dem Vorfall informiert worden war, wurde XXX auf das Kommissariat mitgenommen, um eine Aussage abzulegen. Bei dieser Gelegenheit gab sie die vollen Namen der beiden unmittelbaren Täter XXX und XXX bekannt, die der Behörde sohin bekannt sein müssen. Ich selbst kenne die vollen Namen nach wie vor nicht.

 XXX erzählte Frau XXX später, dass sie nach der Ablegung ihrer Aussage von den Tätern XXX und XXX massiv bedroht wurde mit den Worten, es würde ihr wie der Katze ergehen. XXX fühlte sich durch die Drohung so sehr in Angst und Schrecken versetzt, dass sie es für erforderlich hielt, sich für eine Woche im Ausland, in Ungarn aufzuhalten.

  Für diesen Sachverhalt gebe ich die folgenden Zeugen bekannt:

 

Ø      XXX, Wagramer Straße. XXX, 1220 Wien

XXX hat dem gesamten Vorfall beigewohnt - eine schriftliche Erklärung von ihr liegt bei

 

Ø     XXX und

Ø      XXX,

beide Wagramer Straße XXX 1220 Wien

beide haben die Tötung der Katze beobachtet

Ø      Auch ich selbst, Sonja Koppensteiner, bin jederzeit bereit, als Zeugin auszusagen. 

 

Ich bin aber mit meinem Hund vom Gassi gehen erst zurück gekommen, als die Katze schon tot war, habe aber noch und habe die Blutlache mit Haaren und Knochensplittern gesehen.

  Der dargestellte Sachverhalt erfüllt meines Erachtens nach den Tatbestand der Tierquälerei unter besonders grausamen Umständen sowie die Tötung eines Wirbeltieres.

  Als unmittelbare Täter wegen vorsätzlicher grausamer Tierquälerei werden die männlichen Jugendlichen XXX und XXX, deren Nachnamen mir zwar nicht bekannt sind, jedenfalls aber der Behörde, als Anstifterin Frau XXX und als Beihelfer XXX und XXX zu bestrafen sein. Weiters werden die männlichen Jugendlichen XXX und XXX wegen gefährlicher Drohung zu bestrafen sein.

  Eine Kopie der gegenständlichen Sachverhaltsbekanntgabe ergeht unter  einem an den Wiener  Tierschutzombudsmann Mag. Hermann Gsandtner zur Kenntnisnahme.

 

Wien, am 27. 07. 2006                                                                      Sonja Koppensteiner

 

26. 7. 2006

 

Herrn

Mag. Hermann Gsandtner

Wiener Tierschutzombudsmann

 

Muthgasse 62

1190 Wien

 

Wien, am 26.07.2006

k06-0047/2/Z/4

 

 

Betrifft:

Sonja KOPPENSTEINER / Tierquälerei

 

 

Sehr geehrter Herr Mag. Gsandtner!

 

Ich erlaube mir bekannt zu geben, dass ich Frau Sonja Koppensteiner rechtsfreundlich vertrete und ich namens meiner Klientin eine Sachverhaltsbekanntgabe an die Staatsanwaltschaft Wien gerichtet habe zum Zwecke der Verfolgung eines krassen Falles von Tierquälerei.

 

Ich darf Sie ersuchen, im Rahmen der Ihnen zustehenden Rechte den Fortgang des Verfahrens zu beobachten, für Rückfragen stehe ich jederzeit sehr gerne zu Ihrer Verfügung.

 

Mit der Bitte um Kenntnisnahme empfehle ich mich

 

mit freundlichen Grüßen

XXXXXXXX

 

 

Heute ging die Anzeige mit Hilfe der Rechtsanwältin raus!!!!!! endlich!!!!!!!Jetzt wird und muss was passieren und ich bin so froh darüber, seit 2 Monaten kämpfe ich wie eine Irre darum................

Und was  mir dann noch passierte..........ich kanns gar nicht glauben!!!!

Ich weiß zwar nicht warum dies geschah, aber  es passierte wirklich!! Heute  hat mich ein Hauptkommisar der Wiener Polizei angerufen, wir haben sehr lange am Telefon gesprochen, er entschuldigte sich, gab zu , dass da bei diesem Poliztisten  nicht alles so lief wie es eigentlich hätte laufen müssen! Er  sagte mir auch, die Anzeige wäre gemacht, die (alle) Namen der Täter seien bekannt, und es wird zu einer Gerichtsverhandlung kommen!!!! Ein Etappensieg , dank Eurer Hilfe!!!!!! Jeromys schrecklicher Tod kann also nicht mehr einfach vom Tisch gewischt werden................es MUSS zu einem Urteil kommen!!!!!!!!!!

Bitte vergesst nicht auf Jeromy, bleibt mir auch weiterhin Stütze, ein Ende wird es erst geben wenn die Täter bestraft wurden, denke da sind wir einer Meinung!!!

Ich werde Euch   auch weiterhin am Laufenden halten. das verspreche ich Euch!

Wann immer Ihr Unterstützung für eine gute Sache  meinerseits braucht, dann nur schreien, ich werde Euch das niemals vergessen, sollte Jeromy uns sehen können, auf uns alle wird er sehr sehr stolz sein!!!!!

Ganz liebe Grüße

Eure Sophie

Sehr geehrte Frau Koppensteiner!

Als Präsidentin des Wiener Tierschutzvereines möchte ich zu dem grauenhaften Vorfall am 13.Mai, der Ermordung der kleinen Katze Jeromie, meine Erschütterung festhalten.

Es ist mir unbegreiflich, was „Menschen“ veranlassen kann, einem Tier, dass doch ein leidensfähiges Wesen ist, so schrecklich Schmerzen zuzufügen und letztendlich dessen Tod herbeizuführen.

Ich habe sofort, als ich Kenntnis von dem qualvollen Sterben der armen Jeromie erhalten habe, mit dem Wiener Tierschutzombudsmann, Mag.Gsandner, Kontakt mit der dringenden Bitte aufgenommen, alles ihm mögliche zu unternehmen, damit die Täter ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Mag.Gsandner hat Unterstützung und Intervention zugesagt.

Leider bringt das dem Tier das Leben nicht zurück und kann nichts ungeschehen machen, doch sollen diese Jugendlichen nicht so ganz einfach davon kommen, sie gehören streng bestraft. 

Da es sich hier wirklich um einen besonders krassen Fall von Tierquälerei handelt, habe ich auch dem Wiener Polizeipräsidentin im Zuge eines persönlichen Gespräches informiert und ihm das tierfeindliche Verhalten der amtshandelnden Beamten mitgeteilt. Ich habe

um Hilfe und Intervention gebeten.

Ich selbst kann nur hoffen, dass der Tod der Katze gesühnt wird und werde alles, was mir möglich ist, dazu beitragen!

Lucie Loubé

Präsidentin

Wiener Tierschutzverein

07.06.2006

Vom Anwalt der noch nicht namentlich genannt werden will.

Liebe Sophie!

Erstens noch einmal unsere vollste Bewunderung für Ihren Einsatz und Ihre Zivilcourage. Sie bringen Menschen dazu, nicht ebenso brutal zurückzuschlagen, sondern sich entgegenzustellen und zu sagen: so nicht.

In der Abklärung der rechtlichen Schritte gibt es folgende Punkte. Das österreichische Tierschutzgesetz wurde ja vor wenigen Jahren vollständig revidiert, so dass nicht nur Tiere keine Sache sind, sondern der Halter ausdrücklich verpflichtet ist, dem Tier ein artgerechtes, seinen Bedürfnissen angepasstes Leben zu garantieren. Die Aufgabe des Tierhalters besteht darin, eine wehrlose Katze vor Kriminellen zu beschützen und nicht (laut einigen Zeugen) zu sagen, wann jemand "dem Vieh" einmal den Hals umdreht. Das läuft unter Duldung bis Anstiftung.

Ferner muss jemand, der einem Tier bewusst Schmerzen zufügt und es zu seinem Vergnügen quält und tötet, mit Strafen von hoher Geldbusse bis Freiheitsstrafe rechnen (je nach Vorstrafen oder Mahnungen).

Wenn jemand sich aus jedweden Gründen nicht in der Lage sieht, ein Tier zu ernähren und zu behalten, muss er sich an den Tierschutzverein zur Weitervermittlung wenden.

Ein altes oder schwerkrankes Tier muss vom Tierarzt sachgemäß und schmerzlos eingeschläfert werden.

Es ist ein Fall, der unter keinen Umständen mit einer Ermahnung an die Täter vom Tisch ist.

Ein weiteres Kapitel ist der völlig mangelhafte Einsatz der Polizei.

Es ist sehr nett von den anderen Polizeibeamten, sich dagegen auszusprechen, aber genaugenommen gehörte ein solcher Beamter vom Aussendienst suspendiert. Es ist die Pflicht jedes Polizeibeamten, mit seinen Kenntnissen über die Gesetzeslage auf dem neuesten Stand zu sein, was jemand, der von "nur eine Katze", "erschiessen, Sache, etc." nicht ist.

Es wäre eine Ueberlegung wert, ob in Bezirken, die anfälliger für tätliche Uebergriffe sind als andere, nicht Beamte aus anderen Teilen der Stadt für Ordnung sorgen sollten.

 

Es geht hier um eine kleine Katze,aber die ist ein Präzedenzfall, das gleiche passiert alten Leuten,die überflüssig sind, "lästigen" Kleinkindern...ein Tierschutzombudsmann hat die Verpflichtung, alles in seiner Macht stehende zu unternehmen.

Es muss klar werden, dass nicht einfach einige aufschreien und dann läuft alles weiter, leider verstehen solche Existenzen nur eine Sprache: eine Strafe, die ihnen wehtut.

Die Tierschutzgesetzänderung, die aufwendig und umfangreich ist, nützt nichts, wenn sie nicht durchgesetzt und gelebt wird.

Sowie alles Material beisammen ist, und die rechtlichen Schritte eingeleitet werden können, informiere ich Sie.

Mit lieben Grüssen,.......

Gleichzeitig ein Aufruf an alle rundherum: haltet die Augen offen, schweigt nicht, tut etwas und wehrt Euch. Ihr braucht Euch nicht fürchten: die Kraft dieser Kerle reicht gerade für eine arme, kleine Katze aus. Wie wäre es mit sowas wie Nachbarschaftshilfe? In Grosstädten mit "heiklen" Bezirken gut bewährt.

Mein Mail vom 1. Juni 2006

Liebe Frau XXXXXX,

bitte schreiben Sie mir  was es Neues in der Sache Jeromy gibt!!

Mich erreichen täglich  Mails  von Tierfreunden aus aller Welt, jeder will wissen was passiert. 

Wurde Anzeige Ihrerseits (Tierschutzverein) gemacht? Was gedenkt der Tierschutzombudsmann zu unternehmen??? Diese Sache DARF NICHT tot geschwiegen werden!!!! WAS  gedenken Sie gegen den Polizisten zu unternehmen? Mir wurde ja von Ihnen am Telefon gesagt, dass  es da schon eine Dienstaufsichtsbeschwerde 

geben würde.......

Bitte antworten Sie mir, ich werde  Ihre Mail dann an alle weiterleiten, wie ich auch diese Mail weiterleite!!!!

 

Meine lieben Freunde!

Erst mal ein riesengroßes , aus tiefstem Herzen kommendes Dankeschön für Euren Einsatz, Eure Worte in Jeromys Kerzenbuch!

Durch Eure Einträge und Proteste (habe ja an alle Stellen den Link von Jeromy geschickt) ist es gelungen, dass sich heute der Tierschutzbund, der Tierombudsmann,  und der Tierschutzverein per Mail bei mir gemeldet haben, sie alle versichern mir, wie betroffen sie sind, gleichzeitig zeigten sie sich auch sehr betroffen über die vielen Einträge in Jeromys Kerzenbuch!!!

Ich habe dann alle dieser Organisationen auch noch telefonisch gesprochen, sie sagten mir, sie würden nur sehr selten so was erfahren, da die Leute zwar betroffen sind, sich dann aber abwenden und dann die Sache  einfach vergessen!!!!! Sie haben sich doch wirklich bei mir bedankt, diesen Dank gebe ich an Euch weiter, denn ohne diese öffentlichen Einträge und Meinungen, hätte sie das alles wohl nicht so ernst genommen!!!!

Also ich habe noch folgendes über diesen Polizisten erfahren:

Er sagte haltet Euch fest, dass ein Tier eine Sache ist, und jeder , der einen Waffenschein hat kann es erschießen! Weiters sagte er, er könne die Familie irgendwie verstehen, alle seien ja arbeitslos und die E 70,- fürs Einschläfern (angeblich war die Katze krank) seien halt viel Geld.

Also meldete ich auch DAS noch den ganzen Organisationen und jetzt,  kommt endlich alles ins Rollen!!!

Die Zeugen sind bereit  die Aussage des Polizisten  zu unterschreiben!!!!!!

Ich werde Euch alle  selbstverständlich am Laufenden halten!!

Ich fühle mich noch immer sehr elend, aber jetzt auch sehr erleichtert, weil ich sehe, dass was passieren wird!

Ich möchte Euch aus ganzem Herzen danke sagen, Euch alle  ganz fest umarmen, Ihr seid wirklich großartig und man kann sich  100% auf Euch alle verlassen, ich bin stolz und sehr glücklich Euch als Freunde zu haben, auch wenn ich nur wenige von Euch persönlich kenne*lächel*

Danke, und da ich an ein höheres Wesen glaube, sage ich Euch Gott schütze Euch,

Eure Sophie

Dieses schreiben schickte ich heute an den Tierschutzverein

 

Vorerst möchte ich mich bedanken, dass  so schnell reagiert wurde, wirklich geglaubt, habe nur ich daran, weil dieser Polizist hat  alle Beteiligten sehr verunsichert mit seinen dummen, herzlosen und unqualifizierten Aussagen, jetzt wissen alle, dass sehr wohl reagiert wird  , auch wenn es, so wie der Polizist gesagt hat “NUR“ eine Katze ist!!!!

Am Samstag, den 13. Mai 2006 kam ich mit meinen Möpschen vom Gassi gehen zurück, da kam eine junge Frau , Frau XXXXXX, wohnhaft in Wien 22, schreiend auf mich zugelaufen .

Sie  schrie mir entgegen „Bitte Sophie komm, da treten Jugendliche eine Katze mit den Springerstiefeln zu Tode!“

Ihr Freund XXXXXX , wohnt bei Frau XXXXXXX, und ein Besucher, hatten dies alles vom Wohnzimmerfenster aus  gesehen, Hr.XXXXXX hat sofort die Polizei angerufen, und als ich nachdem ich meine Möpschen nach Hause gebracht hatte  bei der Stiege 6 ankam (dort wurde die Katze zu Tode getreten, direkt vor dem Eingang), waren die Burschen weg, nur eine riesengroße, dicke Blutlache mit Katzenhaaren drinnen, zeigte noch von dem Drama, das sich da abgespielt  haben musste!!!

Ich wusste sofort um welche Katze es sich handelte, sah ich sie doch täglich  auf dem Balkon der Fam. XXXXXX sitzen!!!

Die Anwesenden sagten mir, die Burschen (die Mädchen hatten vom Stiegenhaus aus dem Grauen zugeschaut) wären mit der Katze wieder hoch in die Wohnung der Fam. XXXXXX geflüchtet! Diese Burschen sind alle Freunde der beiden Töchter von Frau XXXXXX, die Mädchen hatten also ihre eigene Katze tot treten lassen!!!!!

Ich postierte 2 Männer vor der Stiege , ich wollte ja nicht , dass diese Jungs davon laufen konnten, ich stellte mich auf die Strasse und wartete auf die Polizei.......die aber nicht kam!!!! In der Zwischenzeit liefen die Jugendlichen einfach davon, die Männer trauten sich nicht sie aufzuhalten.

Nach über einer Stunde rief ich die Polizei  an, fragte wann denn endlich jemand kommen würde....die Antwort des Beamten :“ Um was geht’s denn?“ Ich gebe zu ich war nicht gerade freundlich, bat aber den Polizisten doch bitte endlich zu kommen, erklärte was geschehen war.

Immer mehr Menschen kamen hinzu...wir warteten.....wir warteten....wieder eine halbe Stunde, dann endlich kam der Polizeiwagen an. Eine weibliche  Polizistin und ein Polizist stiegen aus und kamen auf uns zu. Ich wollte ihm erklären, das sie doch bitte zuerst nach der Katze schauen sollten, vielleicht könne man das Tier ja noch retten!!! Der Polizist: “schreien sie nicht, regen sie sich nicht auf“ er schrie mich so an... 

Ich musste bis zur Tür mit hinauf gehen, dann schickten mich die Beamten wieder hinunter vor die Tür. Nach so 20 Minuten kamen dann die Beamten in Begleitung der beiden Töchter von Fr. XXXX herunter, die Beamtin  sah mich nicht an, sagte einfach „die Katze ist tot, sie liegt am Balkon“. Dann sagte der Polizist zu mir „regen sie sich  ab, ist ja nur eine Katze, da kommt eh nichts raus!“ Ich war fassungslos, aber auch die Leute, die anwesend waren! Dann wollten die Beamten mit dem großen Mädchen ins Auto einsteigen. Mich packte so die Wut, schrie dem Beamten nach, was das jetzt soll, dies sei eine offizielle Anzeige!!!! Erst daraufhin kam er wieder zurück und verlangte von den Zeugen die Ausweise!!!!!!!!!!!!!!!! Erst dann!!

Herr XXXXXXXX fuhr daraufhin dann mit der Polizei mit aufs Wachzimmer und das was er mir dann erzähl hat, möchte ich Ihnen jetzt auch erzählen!!! Hr.XXXXXX ist bereit dies auch vor Gericht zu bestätigen, heute am Abend bin ich bei ihm und er wird mir die Aussagen dieses „Freund und Helfers“ unterschreiben!

Der Polizist sagte während der Fahrt  , eine Katze sei nur ein Ding, und wer immer einen Waffenschein hat kann sie erschiessen!!! Dann kommts noch dicker, er sagte, in der Familie XXXXXX wären ja alle arbeitslos, hätten also kein Geld, und die E 70,- fürs Einschläfern wäre eben schon sehr viel Geld!!!!! Kein Wort des Bedauerns, keine Gefühlsregung, nur keifen konnte er und nur auf mein Nachrufen  war er auch bereit sehr widerwillig  eine Anzeige aufzunehmen!!!!

Sollten Sie noch Fragen haben, ich stehe jederzeit zur Verfügung. Die Aussagen dieses Polizisten werde ich heute aufschreiben und mir sie dann von dem Zeugen unterschreiben lassen, so bald ich das habe, werde ich  es Ihnen dann einscannen und per Mail schicken!

Vielen Dank, hoffentlich  kommen dieses Menschen nicht so einfach davon, tausende von Menschen  verfolgen jetzt die Sache und ich  werde alle immer am Laufenden halten!

LG Sonja Koppensteiner

Diese Mails habe ich erhalten:

Liebe Sophie,

Auch wir haben Nachricht von dem Geschehen erhalten, wir sind Polizisten, wir sind sehr betroffen über  die rohe, unmenschliche, verabscheuungsvolle Art dieses Kollegen!

Bitte veröffentlich auch diese Mail, aber lass bitte unseren Namen und die Addy weg,´ nicht alle Polizeibeamten sind so wie dieser Polizist!

Wenn wir gerufen worden wären, wir hätten dich ganz bestimmt nicht angeschrien, im Gegenteil, auch ein Polizist kann  und darf Gefühle zeigen,  glaube uns, wir sind zutiefst betroffen und beschämt!!!!!

Wir bewundern Deinen Mut und dass Du nicht locker gelassen hast, wir haben großen Respekt, das ist Zivilcourage, leider gibt es  sehr wenige Menschen wie Du es bist!!

Alles Gute, bleib wie Du bist, und nicht locker lassen,

LG

G. und seine Kollegen

Sehr geehrte Frau Koppensteiner, von Ihrem Schwiegersohn wurden wir über das traurige Schicksal der kleinen Katze informiert. Wir wären Ihnen sehr verbunden, wenn Sie die Möglichkeit hätten und uns näher informieren könnten, damit wir, im Fall dies möglich ist, rechtliche Schritte einleiten!

Wir haben Ihren Nachruf auf das arme Tier gesehen und sind betroffen, was geschehen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Wiener Tierschutzverein

Sehr geehrte Frau Koppensteiner!

Wir, das Team der Tierschutzombudsstelle Wien, sind von dem von Ihnen geschilderten Vorfall tief betroffen. Wir werden Ihr Schreiben zum Anlass nehmen und mit der Polizei Wien ein Gespräch führen, dass in Hinkunft auch auf die Vollziehung des Tierschutzgesetzes vermehrt geachtet wird.


Mit freundlichen Grüßen
das Team der
Tierschutzombudsstelle Wien
Mag. Hermann Gsandtner
Wiener Tierschutzombudsmann

Hallo, liebe Sophie,

ich bin total entsetzt.
Ich wollte Dich eben anrufen, werde es dann später noch mal versuchen.
Ich habe Jeromys Leidensgeschichte an Dr. Mosser geschickt und werde ihm auch die Zusatzinfos von heute schicken.
Ich kenne jetzt Euer österr. Rechtssystem nicht gut genug.
In Deutschland müsste man unbedingt bei einer solchen Anzeige einen Rechtsanwalt einschalten, damit der dann Akteneinsicht beantragen und erhalten kann.  Und ohne Einsicht in die Akten, können dir die viel erzählen, wenn  sie dann das Verfahrten einstellen - aus welchen Gründen auch immer.
Ich versuche das hier in D. den Tierschützern  klar zu machen, aber viele sehen das einfach nicht ein, aber Privatleute und auch Orgas erhalten KEINE! Akteneinsicht, und dadurch platzen fast alle Anzeigen, weil da kaum jemand Interesse hat an einer  Aufklärung und Bestrafung wegen des Tierschutzgesetzes, denn auch in D. könnte man knallhart bestrafen, aber...
Und die Verbindung mit jugendlichen Neonazis - wenn das bei Jeromy stimmt - ist so brisant, dass das gewiss lieber verschwiegen und unter den Teppich gekehrt wird.

Liebe Grüße und Knuddelis für alle, und beruhige Dich mal etwas.
Iris
Ich finde es klasse, wie Du Dich mutig  eingesetzt hast und es weiterhin tust!!!!!

Jeromy´s Geschichte / Vorwort / Mails von Tierfreunden

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